Hotelmarkt Berlin – ein hart umkämpftes Pflaster

Die Hotels in der deutschen Hauptstadt sind unter Zugzwang

Berlin boomt – nicht nur bei internationalen Gästen, sondern auch bei deutschen Besuchern. Wenn man nicht bei Bekannten oder Freunden während seines Trips unter kommen kann, führt es einen zwangsläufig in ein Hotel. Die Auswahl an Unterkünften ist groß: Laut einem Artikel im Handelsblatt kommt die Bundeshauptstadt inzwischen auf mehr Hotelzimmer als in New York. Entsprechend verzweifelt versuchen die Hoteliers, ihre Gäste mit attraktiven Angeboten zu ködern.

Investoren drängen in die Hotellerie

Die Aussichten für Hotelinvestoren sind rosig. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) bieten vor allem Großstädte wie Berlin Aussicht auf Zuwachsraten der Erlöse pro verfügbarem Zimmer. Dieser sogenannte RevRAR Wert liegt in Berlin bei 3,2 Prozent und belegt somit die fünftstärkste Position. Für Investoren bedeutet dies: Die Nachfrage nach Unterkünften ist weiterhin gegeben und bedeutet eine lukrative Kapitalanlage. Bis 2014 sollen laut Aussage der Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) zusätzlich 10.000 neue Zimmer bereitstehen. Immobilienmakler verzeichnen nicht nur bei den Wohn- und Büroimmobilien in Berlin einen Anstieg, sondern auf im Bereich Hotelimmobilien. Vor allem namhafte Unternehmen wollen den Berliner Hotelmarkt erobern.

Berliner Hotelmarkt: Luxus-Unterkünfte konkurrieren

Seit Juni 2013 drängt die Luxushotelmarke Relais & Châteaux in den Hotelmarkt Berlin und versucht sich dort gegen seine Konkurrenten durchzusetzen. Angesichts des großen Angebots an Fünf-Sterne-Hotels ist dies eine schwierige Aufgabe. Zwar wurde mit dem „Schlosshotel Grunewald“ eines der bekanntesten Gebäude in ganz Berlin gefunden, jedoch gibt es laut dem Branchenreport des Hotelverbandes Deutschland (IHA) bereits 24 Top-Adressen, die über mehr als 6.800 Betten verfügen. Entsprechend groß ist der Wettbewerb.

Vor allem der Hotelmarkt Berlin kann mit vielen Luxushotels aufwarten. Während Hamburg und München gerade einmal auf 15 beziehungsweise 13 Fünf-Sterne-Hotels kommt, sammeln sich in Berlin zehn Prozent aller Luxusunterkünfte in ganz Deutschland.

Hotelmarkt: Berlin droht die Preisschlacht

Was für die Hoteliers einen harten Kampf um Gäste darstellt, freut die Übernachtenden. Denn: Mit steigendem Angebot sinken die Preise. Der Hotelverband spricht von einem außerordentlich niedrigen Durchschnittspreisniveau, vor allem bei den Luxus-Häusern. Vor allem im sogenannten „Sommerloch“ sind Doppelzimmer für 90 Euro zu bekommen.

Fazit: Lohnenswert oder abgegrast?

Der Berliner Hotelmarkt muss aufpassen, dass er sich nicht selbst zerstört. Zwar reisen immer mehr Leuten in die deutsche Bundeshauptstadt, jedoch ist angesichts der niedrigen Zimmerpreise ein Rückgang bei den Gewinnen der Berliner Hoteliers zu erwarten. Die Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, jedoch zu welchem Preis?

Außerdem drängen auch Privatzimmer-Vermittler wie Wimdu oder AirBnB auf den Markt – zu außerordentlich niedrigen Konditionen.

1962 in Düsseldorf geboren, 2 Kids.
Bis Anfang 2009: 30 Jahre in der Hotellerie, davon 20 Jahre als Direktor tätig.
Seit 2009 in Wien lebend.
Seit 2000 im Internet tätig.
2006 den 1. Hotelblog mit WordPress in Deutschland aufgebaut

Bin 2006 auf WordPress gestossen, Anfänglich nur als reiner Benutzer, dann aber immer mehr rein gekommen und es wurde immer interessanter.
Habe mich  2015 auf Webseiten und Shops mit WordPress spezialisiert. Viel Lehrgeld bezahlt, viel Zeit investiert und auch manchmal verloren. Vielen sogenannten Gurus auf den Leim gegangen.

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