Gewinne bei den Hotel brechen ein

Gewinne in der österreichischen Hotellerie brechen ein.

Meiner Meinung nach wurden in den letzten Jahren die Investitionen viel zu schnell vorgenommen. Jedes Hotel versucht immer alles zu machen. Anstatt sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, haben viele sich darum bemüht ihre vermeintlichen Schwächen auszumerzen.   Noch bedenklicher finde ich, wenn Hotelinhaber auf ihre direkte Konkurrenz schauen und versuchen diesen nach zu eifern, noch schlimmer diese zu kopieren.

Ich widerspreche der  Ansicht von Franz Hartl, Chef der Österreichischen Hotel-und Tourismusbank (ÖHT), das Hotels zu Investitionen gezwungen sind, um dem Konkurrenzdruck standzuhalten. Inzwischen ist vielen Gästen ein hervorragend geführtes 3* Sterne Hotel lieber, als ein 4* Sterne Hotel das zwar TOP modernisiert ist, aber es im Bereich Service oder ähnlichem mangelt. Der Drang das eigene Hotel mit immer mehr Sternen auszustatten hat schon sehr bedenkliche Züge angenommen. Da wird um biegen und brechen investiert, damit man auch ja den nächsten Stern erhält.

Z. B.: Muss jedes Hotel eine Wellnessanlage haben, warum nicht mit dem Nachbarhotel zusammen arbeiten,
ich weiß das ist unpopulär, aber es ist eine WIN-WIN Situation für beide Hotels.

In meiner operativen Zeit, musste ich oft Investoren und Eigentümer bremsen um Investitionen in einem sinnvollen Rahmen zu halten. Besonders Projektentwickler haben bei der Planung kaum ein Mass. Die Probleme kommen dann im täglichen operativen Geschäft und wenn es um die Rückzahlungen der Kredite bzw. Ausschüttungen an Gesellschafter geht.

Entscheidend sind doch diese Fragen.

Welchen Return of Investment hat der Betrieb?

Welche Einsparungen kann ich mit der Investition erreichen ohne das der Gast einen Nachteil hat?

Ist der Gast bereit, dadurch entstehende höhere Preise zu zahlen?

Natürlich weiß ich das es noch eine Vielzahl von Faktoren gibt, aber alles reduziert sich auf diese paar Fragen.

Die Auswirkungen dieser Problematik lesen Sie im folgenden Bericht.
Bericht aus dem Wirtschaftsblatt Österreich vom 10.Januar 2012

Hotels unter Druck: Gewinn bricht weg

Die Hotellerie hat sich in den letzten Jahren bei Größe, Auslastung und Umsatz verbessert, dennoch ist ihre Situation schwierig. Die Kosten laufen den Einnahmen davon.

Österreichs rund 13.000 Hoteliers stehen gehörig unter Druck: Zwar ist es ihnen in den vergangenen Jahren gelungen, ihre Eigenkapitalsituation zu verbessern und zum Teil auch die Preise zu erhöhen, dennoch sind ihre wirtschaftlichen Ergebnisse nicht zufriedenstellend. “Die Ergebnisse sind rückläufig, weil die gestiegenen Kosten nicht im Preis untergebracht werden können”, sagt der Chef der Österreichischen Hotel-und Tourismusbank (ÖHT), Franz Hartl. So sind etwa in den vergangenen zehn Jahren die Ausgaben für Energie oder Werbung (bereinigt um die jährliche Inflation) um bis zu 18,4 Prozent gestiegen, der Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Mieten ist jedoch um 11,6 Prozent gesunken.

Hier den Bericht weiterlesen

1962 in Düsseldorf geboren, 2 Kids.
Bis Anfang 2009: 30 Jahre in der Hotellerie, davon 20 Jahre als Direktor tätig.
Seit 2009 in Wien lebend.
Seit 2000 im Internet tätig.
2006 den 1. Hotelblog mit WordPress in Deutschland aufgebaut

Bin 2006 auf WordPress gestossen, Anfänglich nur als reiner Benutzer, dann aber immer mehr rein gekommen und es wurde immer interessanter.
Habe mich  2015 auf Webseiten und Shops mit WordPress spezialisiert. Viel Lehrgeld bezahlt, viel Zeit investiert und auch manchmal verloren. Vielen sogenannten Gurus auf den Leim gegangen.

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